Kongregation der Töchter der Göttlichen Liebe - Austria

Schwester aus Polen

Sie waren in Breitenfurt, um das Sterbehaus, die erste Grabstätte unserer Gründerin, der Dienerin Gottes Mutter Franziska Lechner, und schließlich die Grabkapelle, 1924 nach dem Entwurf des Architekten Clemens Holzmeister fertiggestellt, zu besuchen. Sr. Lucyna, mittlerweile eine profunde Wien - Kennerin, führte sie auch durch die Innenstadt und machte sie näher mit den Schauplätzen unserer gemeinsamen Geschichte bekannt. Sie lernten auch die Marienanstalt als den ersten Ort kennen, an dem sich das klösterliche Leben der Kongregation entfaltete, die Spiritualität der Anfänge und der Dienst an den Hilfsbedürftigen. Wir stellen mit Freude fest, dass auch die jüngeren Schwestern der ehemals vom Eisernen Vorhang abgetrennten Provinzen an der Vergangenheit ihres Heimatlandes als Teil der Monarchie durchaus interessiert sind und auch darüber informiert.
/Text: Sr. M. Magna Andre, FDC/

Einweihung der Kapelle

Der Raum wurde von Herrn Weihbischof Franz Scharl am 9. Jänner 2020 als Kapelle gesegnet, als heiliger Raum, in dem auch die Eucharistie aufbewahrt werden darf, Gott in Brotgestalt, das "Allerheiligste" für Katholiken und Suchende. Der Altar und der Tabernakel sind gesegnet, erneut gesegnet als Gottes Wohnung, extra für uns Zeitgenossen.
Wozu Kapelle im Wohnheim? Ein Raum zum gemeinsamen Beten und religiösen Feiern. Hier ist auch immer wieder ein Ohr voll wunderbarer geistlicher Musik zu hören. Die Damen und Herren PhilharmonikerInnen haben die jungen AkademikerInnen im Wohnheim untergebracht, die Eucharistie und Wortgottesdienst gekonnt verschönern und mitgestalten.
Schön ist es aber auch, dass man hier im Weiten, gestalteten Raum einfach verweilen kann, allein, Ruhe finden, sich besinnen, nachdenken, nachspüren, träumen, trauern und glücklich sein, Kontakt aufnehmen mit einer Welt, die weit über das Alltägliche, sinnlich Wahrnehmbare hinausgeht. Wenn Bildung mehr ist als Wissen erwerben, dann ist gerade dieser Raum ein ganz wichtiger Brennpunkt in der Infrastruktur für geistiges und spirituelles Wachstum. Willkommen.
/Text: Sr. M. Magna Andre, FDC/

Segnung des Mutter Franziska - Wohnheimes

1905 entstand das Kaiserin - Elisabeth - Mädchenheim in der Jacquingasse 53, in dem  vom Kindergarten bis zur Berufsbildung christliche Werte vermittelt wurden. Der Teil der Parzelle, der an die Fasangasse grenzt, bis 1968 von einer Ziegelmauer abgegrenzt, diente als Spielplatz für die Hausbewohner. Dazu kam 1939 auch das Pfarramt mit allen seinen Einrichtungen.
1968 eröffnete die Marienanstalt, deren Schulen immer dichter besetzt wurden, für die internen Schülerinnen ein Internat mit 80 Heimplätzen. Die jungen Damen waren nach dem damaligen Standard in Zweibettzimmern gut untergebracht. Zu gemeinsamen Mahlzeiten versammelte man sich im Speisesaal, der Clubraum bot Platz für kleinere gesellige Veranstaltungen. Am 21. November 1968 feierte Weihbischof Jakob Weinbacher die erste Heilige Messe in der Kapelle. Mit der wachsenden Zahl der kaufmännischen Schulen in den kleinen Städten aller Bundesländer waren Internate nicht mehr gefragt. Das Haus füllte sich mit studierenden jungen Damen und verlor mit zunehmendem Alter und wachsenden Anforderungen an Standard und Qualität. Gleichzeitig wurde es für die Kongregation immer schwieriger, geeignete Schwestern zur Verwaltung des Hauses und zur Betreuung der Bewohner bereitzustellen.
Hier bot sich nun der Beistand der "Akademikerhilfe" an, eines katholischen Vereins, der in Österreich 36 Wohnheime für Studierende mit niederschwelligem christlich religiösem Angebot führt. Während einer längeren Schließperiode wurde das Haus renoviert und auf neuesten Stand gebracht. Es bietet nun komplett eingerichtete, gut ausgestattete Einbettzimmer samt Nasszelle und Kochgelegenheit, einen großen Versammlungsraum, Gemeinschaftsküche, Fitnessraum und Dachterrasse.
Die Segnung des Hauses durch Weihbischof Dr. Franz Scharl fand am 21. November 2019 statt. Vertreterinnen der Kongregation ergriffen das Wort: die neue Provinzoberin Sr. M. Daniela Scharf begrüßte die Gäste, die Provinzökonomin Sr. M. Digna Blochberger gab bescheid über die Patronin des Hauses, die Dienerin Gottes Franziska Lechner, und über die Schwierigkeiten und die letztlich sehr erfreuliche Fertigstellung des Hauses. Sr. M. Emanuela Cermak, die  nach längstmöglicher Amtszeit abgelöste Vorgängerin der Provinzoberin, brachte die Lesung im Wortgottesdienst zum Vortrag. Ihr und Sr. M. Digna ist die Beobachtung, die Steuerung, die Finanzierung des Umbaus und seine Begleitung in allen Details zu verdanken. Für die Akademikerhilfe begrüßte der Obmann HR Dr. Christian Sonnweber die Gäste. Bezirksvorsteher Erich Hohenberger gab uns die Ehre mit einem Grußwort.
Was uns kulturbegeisterte Wiener besonders freut: die Wiener Philharmoniker suchten gerade zu diesem Zeitpunkt Quatier für die Studenten an ihrer Orchesterakademie und buchten 9 Zimmer für sie im Wohnheim. Wer würde nicht gerne die jungen Künstler fördern? Sie verschönerten das Fest mit musikalischen Darbietungen.
Das Wohnheim ist voll besetzt. Ein fröhliches Einverständnis unter den Heimbewohnern und mit den Vertretern der Quatiergeber ist nicht zu übersehen. Gott segne das Haus und alle, die es betreuen und bewohnen.
/Text: Sr. M. Magna Andre, FDC/

DEO GRATIAS: Viel Grund zum Jubeln

Sr. M. Adele Kirschner, Sr. M. Marianne Holzer, Sr. M. Alypia Grübl, Sr. M. Rosaria Schatzer, 4 x 60, plus Sr. M. Emanuela Cermak und Sr. M. Theresia Lechner, 2 x 50, das macht zusammen 340 Jahre Ordensleben.
Ob als Kindergartenpädagogin oder in den Schulklassen, ob in der Versorgung der Mitschwestern und der uns Anvertrauten, ob in der Pflege, Instandhaltung und Verwaltung der gemeinsamen Güter: viele, viele Jahre lang waren sie getreulich zur Stelle zum Beten, zum Arbeiten, zum Zuhören, zum Trösten, zum Mitlachen und zum Mitweinen, zum Helfen und zum Rasten. Das sind sie in verändertem Ausmaß noch immer, wenn auch nicht im Kindergarten oder in der Klasse. Aber ihr Überblick und ihre Erfahrung, ihr Fleiß, ihre Tüchtigkeit sind immer noch unentbehrlicher Bestandteil unseres gemeinsamen Einsatzes und machen Gottes Liebe sichtbar.
Die bisherige Provinzoberin, Sr. M. Emanuela Cermak, hat eben erst die Bürde ihres Amtes nach drei Amtsperioden niedergelegt und wir können ihr gar nicht genug danken für die großen, mutigen Entscheidungen, mit denen sie der Provinz eine neue Struktur und ein neues Ansehen gab, wie es den Zeitläufen entsprechend nötig geworden war.
Zur Festmesse, die Vikar Höbert mit befreundeten Priestern zelebrierte, waren viele Verwandten, Freunde, Bekannte angereist, manche von weither. Auch die Nachbarn und Freunde, die wir immer wieder bei den Gottesdiensten in unserer Kirche treffen, waren gekommen. Die schön geschmückte Kirche war voll besetzt. Die Blaskapelle brachte alle Herzen zum Klingen.
Nach dem Gottesdienst und der feierlichen Erneuerung der Ordensgelübde und der Gratulationscour verteilte sich die große Festgemeinschaft in liebevoll vorbereitete Speisesäle, wo bis zum späten Nachmittag weiter gefeiert wurde.
340 Jahr Leben in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft, für die großen und die kleinen Kinder, für alle, die ihren Einsatz brauchten: in Worten gesagt, in Liedern gesungen, in Blech geblasen, in Zuckerguss geschrieben, in vielen Herzen empfunden: DEO GRATIAS!
/Text: Sr. M. Magna Andre, FDC; Fotos: Herr Heinz Fleischmann und Sr. Daria Krupnik, FDC/

Mehr dazu...

Das Provinzkapitel

Diesmal mussten wir unsere verdiente Provinzoberin Sr. M. Emanuela Cermak nach drei Amtsperioden in eine wohlverdiente, hoffentlich ruhige  Phase ihres Lebens entlassen. Ihre besondere Aufgaben in der Entwicklungsgeschichte der Provinz war die Anpassung der Struktur an veränderte Zeitumstände, besonders den zahlenmäßigen Rückgang der arbeitsfähigen Schwestern, ein wahrhaftig sorgenvoller Einsatz für das umfangreiche Ganze der Kongregaton und ohne die sachkundige, nimmermüde Hilfe der Ökonomin Sr. M. Digna Blochberger kaum zu bewältigen. Dazu kamen die zahlreichen Feste der Provinz und der Kongregation, besonders die Jubiläen, auch das große internationale Fest des 150jährigen Bestehens der Kongregation, die die Zeitläufe mit sich brachten, turbulent und anstrengend und unvergesslich schön. Dazu kam natürlich ihre erste Aufgabe: die behutsame Führung und Erneuerung der Provinz, die Betreuung aller Schwestern und der uns Anvertrauten.
Unsere neue Provinzoberin, Sr. M. Daniela Scharf, liebevoll und dankbar von der ganzen Provinz begrüßt, kann auf den Beistand ihrer Vorgängerin, der erfahrenen Ökonomin, und des teilweise verjüngten Provinzrates, Sr. M. Emauela Cermak, Sr. M. Magna Andre, Sr. Daria Krupnik, Sr. M. Pauline Rogler zählen. Gott segne ihr Werk für die Provinz, unser aller geistliche Heimat.
/Text: Sr. M. Magna Ander, F.D.C./

Das Generalkapitel

Diesmal ging es um den Segen und die Problematik des gemeinsamen Lebens. Das Generalkapitel fand im Juli 2019 in Krakau statt und die Gastfreundschaft der polnischen Provinz wurde allgemein sehr gelobt.
Die demokratischen Wahlen der Generalleitung brachten wenig Neues. Fast alle Mitgleider der Generalleitung traten ihre zweite Amtsperiode an. Nur Sr. Nivalda kehrt nach langer, verdienstvoller Arbeit in Grottaferrata in ihre brasilianische Heimat zurück. Sr. Isair Barbaro, die Generalökonomin, nimmt ihren Platz im Generalat ein. Sr. Maria Dulce Adams bleibt Generaloberin, Sr. M. Benwenuta Kaczocha, die Vikarin, Sr. Danica Sanader, Sr. Martina Holzer vertreten die Regionen.
Wir wünschen unserer Generalleitung Gottes Segen und fruchtbare Arbeit.
/Text: Sr. M. Magna Andre, F.D.C./

125. Todestag unserer Gründerin, Dienerin Gottes Mutter Franziska Lechner


Die Wettervorhersage war nicht sehr ermutigend gewesen und die Generaloberin Sr. Maria Dulce Adams und die Generalrätin und Sekretärin Sr. Martina Holzer, hatten auf ihrer Anreise von Rom bei der Alpenüberquerung Neuschnee aus nächster Nähe erlebt. Aber wir lassen uns nicht entmutigen. Und siehe da: es war kühl und trüb, aber es blieb trocken. Die Bläsergruppe aus dem Schneeberggebiet, die unsere Gebetsrasten begleitete, wurde sehr bewundert.
In St. Josef feierte der Bischofsvikar für den Süden der Erzdiözese des Vikarites Unter dem Wienerwald KR P. Petrus Hübner OCist die hl. Messe in der gut besetzten Kapelle, assistiert von Herrn KR MMag. Dr. Josef Welkhammer und Kaplan Valentin.
Nach der Eucharistiefeier berichtete Sr. Lucyna Mroczek, verantwortlich für den Ablauf des Seligsprechungsverfahrens für Mutter Franziska, vom Stand der Dinge.
Sr. Faustyna, Novizin aus Krakau, trug das Kreuz einem langen Zug voran, der auf dem Weg zum Freidhof den Kreuzweg betete.
Dann kam die Agape und die Zeit der fröhlichen Begegung. Kandidatinnen aus unterschiedlichen Provinzen freundeten sich an, alle suchten eingerostete Sprachkenntnisse hervor und mit viel Gelächter wurden alte Kontakte wiederbelebt. Man verträgt sich so gut, wenn man sich einander so selten sieht. Wie schön, dass wir so viele sind.
Zeit zum Aufbruch, viele haben eine weite Heimreise vor sich. Lebt wohl und seid behütet. Spätestens im April 2020 sehen wir uns wieder.

/Text: Sr. M. Magna Andre/

Zu den Foto´s...

/Fotos: Frau E. Fürst und Eigenaufnahem der Schwestern/